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Welche Maschenweite ist für Zaunnetze geeignet, um kleine Tiere einzusperren?

2026-05-08 09:15:08
Welche Maschenweite ist für Zaunnetze geeignet, um kleine Tiere einzusperren?

Kleine Tiere sehen einen Zaun anders

Ein Zaun, der Ihnen vollkommen solide erscheint, kann für ein Kaninchen oder ein Huhn wie eine offene Tür wirken. Kleine Tiere nehmen Barrieren nicht so wahr wie wir. Sie suchen nach Lücken, testen Öffnungen mit ihrer Nase und zwängen sich durch Spalten, die uns unvorstellbar eng erscheinen. Wenn Sie jemals beobachtet haben, wie ein junges Kaninchen seinen Körper platt drückt und durch ein Loch schlüpft, das kaum breiter ist als eine Münze, dann kennen Sie das Problem. Das richtige Zaunnetz geht nicht nur darum, etwas zu errichten, das steht. Es geht vielmehr darum, eine Maschenweite zu wählen, die genau auf das jeweilige Tier abgestimmt ist, das Sie unterbringen möchten.

Was die Zahlen tatsächlich bedeuten

Die Maschenweite bezieht sich auf den Abstand zwischen benachbarten Drähten der Netzkonstruktion, gemessen entweder von Mittelpunkt zu Mittelpunkt oder als lichte Öffnung. Bei der Unterbringung kleiner Tiere ist die lichte Öffnung der entscheidende Wert. Ist diese Öffnung größer als der Schädel oder der Brustkorb des Tieres, stellt der Zaun praktisch lediglich einen Vorschlag statt einer wirklichen Barriere dar. Ein ausgewachsenes Huhn kann in der Regel jede Öffnung größer als etwa 50 Millimeter durchschlüpfen. Kaninchen – insbesondere kleinere Rassen – können sogar Öffnungen von nur 30 Millimetern passieren. Junge Geflügel und Küken benötigen noch engere Maschenweiten, meist zwischen 15 und 25 Millimetern, da ihr Körper noch so klein ist, dass sie selbst durch scheinbar winzige Löcher hindurchschlüpfen können.

Maschenweite an das Tier anpassen

Verschiedene Tiere benötigen unterschiedliche Maschenweiten; eine falsche Wahl unterläuft den eigentlichen Zweck des Zaunbaus. Für ausgewachsene Hühner und größeres Geflügel reicht in der Regel eine Maschenweite von 25 bis 50 Millimetern aus. Bei Kaninchen sinkt die Empfehlung auf 30 Millimeter oder kleiner, da Kaninchen erstaunlich geschickt darin sind, ihren Körper zusammenzudrücken. Wenn Sie vor Raubtieren wie Füchsen oder kleinen Hunden schützen möchten, die versuchen, sich in einen Hühnerauslauf einzugraben, muss die Maschenweite so eng sein, dass eine Pfote nicht hindurchgreifen und ein Tier packen kann. In solchen Fällen bietet eine Maschenweite von 25 Millimetern – oder sogar von 15 Millimetern – echte Sicherheit. Je kleiner das Tier, desto enger muss die Maschenweite sein; es gibt keine einzige Zahl, die für alle Anwendungen geeignet ist.

Sechseckige versus rechteckige Öffnungen

Die Form der Maschenöffnungen ist nahezu genauso wichtig wie deren Größe. Sechseckige Netze, oft als Hühnerdraht bezeichnet, sind weit verbreitet und kostengünstig. Sie eignen sich gut für erwachsene Geflügelhaltung in Gebieten mit geringem Risiko. Allerdings können sich sechseckige Öffnungen im Laufe der Zeit verformen und an den Stellen, an denen der Draht verdreht ist, größere Lücken erzeugen. Geschweißte Drahtzaunnetze mit rechteckigen oder quadratischen Öffnungen behalten ihre Form besser und bieten eine gleichmäßigere Sicherheit. Für kleine Tiere, die hartnäckige Fluchtkünstler sind, ist geschweißtes Maschendrahtgewebe mit einheitlichen Öffnungen in der Regel die sicherere Wahl. Auch die Drahtstärke spielt eine Rolle: Dünnere Drähte können von entschlossenen Tieren verbogen oder durchgebissen werden; eine stärkere Drahtstärke bietet daher zusätzlich zur richtigen Maschenweite eine weitere Sicherheitsebene.

Auch an das Umfeld denken

Die Eindämmung ist nur die halbe Miete. Das Zaunnetz muss zudem Raubtiere ausschließen. Eine Masche, die Ihre Hühner im Gehege hält, aber einem Wiesel den Durchtritt ermöglicht, erfüllt ihre Aufgabe nicht vollständig. Wiesel, Iltisse und Ratten können durch Öffnungen von nur 15 Millimetern schlüpfen – das ist enger als die meisten handelsüblichen Geflügelnetze. Wenn Sie in einer Region mit aktiven Raubtierpopulationen leben, sollte die Maschenweite sowohl an den zu haltenden Tieren als auch an der lokalen Wildtierfauna ausgerichtet werden. Überlappende Paneelverbindungen oder das Eingraben des Netzes unterhalb der Bodenebene schützen zusätzlich vor grabenden Tieren – ein separater, aber ebenso wichtiger Aspekt.

Bei Zweifeln: lieber enger wählen

Der sicherste Ansatz bei der Auswahl von Zaunnetzen für Kleintiere besteht darin, eine Maschenweite zu wählen, die etwas enger ist, als Sie vermutlich benötigen. Ein Netz mit leicht zu kleinen Maschen ist etwas teurer und erfordert etwas mehr Zeit bei der Montage, erfüllt jedoch zuverlässig seinen Zweck. Ein Netz mit leicht zu großen Maschen kann hingegen zu Ausbrüchen, Verletzungen oder Schlimmerem führen. Für die meisten Gartenanlagen mit einer Mischung aus Hühnern, Enten und Kaninchen stellt ein geschweißtes Drahtnetz mit Maschenöffnungen von 25 mm × 25 mm eine solide Allround-Lösung dar. Für Zuchtanlagen mit Jungtieren oder Bereiche mit hohem Prädatordruck ist der Wechsel zu einer Maschenweite von 15 mm × 15 mm eine lohnende Investition in Ihre Sicherheit und Ruhe.

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